In den letzten 100 Jahren gab es weltweit nur vier Erdbeben, die stärker waren: Am Sonnabend ließ ein Beben der Stärke 8,8 den Boden im südamerikanischen Chile wackeln. Um 3.34 Uhr in der Nacht schreckte es die Menschen aus dem Schlaf. Der Ausgangspunkt des Bebens lag vor der Küste der Großstadt Concepcion im Pazifischen Ozean. Doch auch in der Hauptstadt Santiago bebte der Boden heftig.
In diesen und anderen Städten wurden viele Häuser beschädigt, einige stürzten sogar ein. Auch viele Brücken und Straßen wurden zerstört. Außerdem fiel in vielen Gegenden die Versorgung mit Strom, Gas und Wasser aus. Auch das Telefon funktionierte in einigen Landesteilen nicht mehr. Mehr als 200 Menschen kamen ums Leben. Vermutlich steigt die Opferzahl aber noch deutlich.
Weil sich das Super-Beben auf dem Meeresgrund ereignete, löste es eine mehrere Meter hohe Flutwelle aus. Der Tsunami versetzte die Bewohner der Pazifik-Küsten in Angst. In vielen Ländern wurden die Menschen aufgerufen, die Küstengegenden zu verlassen. Doch dort wo die Welle bis zum Samstagabend ankam, verursachte sie kaum große Schäden. Das Super-Beben hatte zum Glück keinen Super-Tsunami ausgelöst.

- Das Erdbeben wurde vor der Küste Chiles ausgelöst (Viereck). Tsunami-Wellen breiteten sich danach über den gesamten Pazifik aus.










