Die portugiesische Insel Madeira ist eigentlich ein kleines Paradies. Sie liegt nördlich der Kanarischen Inseln vor der Küste Marokkos. Das ganze Jahr über herrschen hier frühlingshafte Temperaturen. Auf der Insel – etwa so groß wie die Stadt Hamburg – leben rund 260.000 Menschen, fast die Hälfte davon in der Hauptstadt Funchal im Süden.
Wegen des Klimas und der Schönheit der Natur ist Madeira bei europäischen Touristen sehr beliebt. Die Natur ist an vielen Stellen fast unberührt. Es gibt seltene Tier- und Pflanzenarten. Und die bis zu 1862 Meter hohen Berge machen auch die Landschaft unvergesslich schön. Jetzt wurde dieses Naturparadies von schlimmen Unwettern heimgesucht.
Straßen wurden zu Flüssen
Tagelange starke Regenfälle haben die Bäche und Kanäle der Insel in reißende Wasser- und Schlammflüsse verwandelt. Mindestens 40 Menschen kamen in den Wassermassen ums Leben. Viele werden noch vermisst. Große Teile der Stadt Funchal wurden überschwemmt. Bäume, Autos und Strommasten wurden mitgerissen, Brücken stürzten ein.
Viele Häuser in Funchal sind einsturzgefährdet und wurden geräumt. Einige Dörfer sind wegen verschütteter Straßen nicht erreichbar. Strom und Telefon sind teilweise ausgefallen. Die Regierung von Portugal hat Soldaten nach Madeira geschickt, um den Menschen zu helfen. Zudem hofft die Insel auf Hilfen der Europäischen Union, damit Madeira wieder das Paradies wird, das es noch vor kurzem war.










