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Das Papsttum und die Reformation

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6. Mai 2005

Nachdem das Papstum und die Kirche den Höhepunkt ihrer Macht erreichten, mussten sie verschiedene Rückschläge erleiden. Der größte Umbruch war die Reformation von Martin Luther, die zur Entzweiung führte und Christen hervorbrachte, die nicht mehr an den Papst glaubten.

Der Wendepunkt der päpstlichen Macht lag im 13. Jahrhundert. Einige Päpste versuchten noch ihre Macht zu behalten, so zum Beispiel Papst Bonifaz VIII. Doch die Könige besaßen immer mehr Einfluss in der Welt. Dadurch, dass immer häufiger Geld benutzt wurde, hatten die Päpste zu wenig Reichtum. Außerdem kam die Pest über das Land, an der damals jeder dritte Mensch in Europa starb. Im 14. Jahrhundert wollten die Menschen sich dann nicht mehr von einem Papst beherrschen lassen, sondern nur noch von ihrem König. Immer mehr Menschen wandten sich vom Papst ab.

In England gründete König Heinrich VIII. (Bild oben) die Anglikanische Kirche, da der Papst keine Ehescheidungen erlaubte. Durch die neue Kirche war in England der König auch gleichzeitig der höchste Bischof. Er durfte somit auch über kirchliche Fragen entscheiden. In Deutschland veränderte Martin Luther das Bild der Kirche entscheidend. Die katholische Kirche nutzte meist die Gläubigen aus, indem sie zum Beispiel Geld für den Sündenerlass verlangte. Das bedeutet, dass man die Menschen Geld dafür bezahlen ließ, dass man ihnen versprach, sie kämen später in den Himmel. Dieses Geld wurde von der Kirche dann für den Bau von majestätischen Kirchen und Kathedralen verwendet.

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Martin Luther (Bild links) ärgerte das und so verfasste er seine 95 Thesen, welche die Fehler der Kirche aufzeigten. Im Jahr 1517 veröffentlichte er sie und wurde daraufhin vom Papst geächtet. In der Stadt Eisenach fand er Zuflucht und dort übersetzte er auch das Neue Testament von der lateinischen Sprache ins Deutsche. Seine Anhänger, die sogenannten "Protestanten", sahen von da an nicht mehr den Papst als das Oberhaupt der Kirche an.

Es kam zu vielen Konflikten zwischen den Katholiken, die an den Papst glaubten und den Protestanten. Im Augsburger Religionsfrieden von 1555 wurde es aber schließlich jedem Deutschen selbst überlassen, zu welcher Kirchenform er gehören wollte. Im 17. Jahrhundert kam es noch einmal zum Konflikt zwischen den Kirchenformen. Der 30-Jährige Krieg, bei dem katholische Franzosen und Spanier gegen protestantische Deutsche kämpften, verwüstete halb Europa. Ein Ergebnis des Krieges war, dass der Glaube an das Christentum immer mehr nachließ.

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