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Wie »Toy Story 3« entstand

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Hier wird der Cowboy Woody aus »Toy Story« gezeichnet. © Pixar Animation Studios

4. August 2010

Um einen Animationsfilm zu produzieren, braucht man viele sehr leistungsfähige Computer und hochwertige Software. Aber am Anfang ist es ein Blatt Papier und ein Zeichenstift...

Der Film »Toy Story 3« wurde von den Pixar Animation Studios hergestellt, die auch die Filme »Findet Nemo«, »Ratatouille«, »Wall-E« und »Oben« produziert haben. Für jeden ihrer Filme wurden Computer und Software weiterentwickelt. Der erste Teil von »Toy Story« schrieb 1996 Filmgeschichte, weil er der erste lange Spielfilm war, der komplett am Computer generiert wurde. Ein Meilenstein, nicht nur des Animationsfilms, sondern des Kinos generell. 2000 folgte mit »Toy Story 2« der erste Film, der komplett digital entstanden und bearbeitet worden war und auch digital vorgeführt wurde. Er avancierte außerdem zur ersten Fortsetzung eines Zeichentrickfilms, die noch erfolgreicher als das Original wurde.

Aber Computer hin oder her: Erst mal braucht man eine gute Idee. Und dann noch ganz viele weitere gute Ideen. Da ein einziger Mensch gar nicht so viele gute Ideen alleine haben kann, arbeitet man im Team: Einer hat eine Idee. Einem anderen fällt eine Ergänzung ein. Einem dritten, wie man die beiden Ideen verbinden kann etc. Eine solche Arbeitsweise nennt man Brainstorming: Jeder darf alles sagen, was ihm einfällt. Alles wird aufgeschrieben. Und keiner darf sagen: "Das ist blöd!" Denn eine blöde Idee kann auch der Anfang einer sehr guten Idee sein. Erst später wird ausgesiebt, welche Ideen man gebrauchen kann und welche nicht passen.

Reisen (und Spielen) bildet

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Ein toller Arbeitsplatz: Ein ganzer Raum voller Spielsachen! Wenn man Filme über Spielzeug macht, muss man natürlich auch wissen, welche es gibt. Und wenn einem gar nichts mehr einfällt, kann man ein bisschen spielen, um eine neue Idee zu bekommen. © Pixar Animation Studios

Natürlich darf man nicht nur im Büro hocken bleiben, sondern muss auch ein bisschen herumreisen und die Orte besichtigen, über die man einen Film machen will. Denn dabei hat man dann oft die allerbesten Ideen. Das nennt man auch "Inspiration". Und bei einer »Toy Story« (das ist englisch und bedeutet "Spielzeug-Geschichte") muss man selbstverständlich auch mit allen möglichen Spielsachen spielen. Der Job von Produktionsdesigner Bob Pauley beispielsweise bestand in den letzten fünfzehn Jahren darin, mit Spielzeugen zu spielen und dabei herauszufinden, wie sie fühlen, piepen oder reden. Der Originalfigurendesigner von Buzz Lightyear leitete das Designer-Team für die Spielzeuge und Menschen in »Toy Story 3« und ist für Stil und Aussehen der Orte und Einrichtungsgegenstände verantwortlich.

"Wir haben für »Toy Story 3« sehr viel recherchiert, besonders in Spielzeugläden und Kindergärten", erinnert er sich. "Wir besuchten sogar Alcatraz (ein berüchtigtes Gefängnis, dass aber nicht mehr als Gefängnis benutzt wird, sondern besichtigt werden kann), um ein Gefühl für das Gefängnisleben zu bekommen. Außerdem sahen wir uns eine
Mülldeponie mit einer riesigen Müllverbrennungsanlage an, um den
atemberaubenden Höhepunkt am Ende des Films besser gestalten zu können. Das Team von RATATOUILLE fuhr nach Paris und aß in den schicksten Restaurants der Stadt. Das Team von OBEN unternahm Trekking-Trips zu den Tepui-Mountains in Venezuela. Als wir von unserer Recherche-Reise zurückkehrten, wollten wir nur noch duschen." Denn auf einer Mülldeponie stinkt es ganz schrecklich!

Szene: Lotso begrüßt die Spielzeuge von Andy im Sunnyside-Kindergarten

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Das ist die Szene, in der Lotso die Spielzeuge im Kindergarten begrüßt — von der Zeichnung bis zum fertigen Filmbild.
© Pixar Animation Studios

Von der ersten Idee bis zum fertigen Animationsfilm braucht es drei Jahre. Manchmal sogar noch länger. Aber egal wie viele Computer beteiligt sind: Es beginnt immer mit einer Zeichnung. Nur für diese eine Szene wurden ungefähr 500 Zeichnungen angefertigt, bis sich alle einig waren, wie sie im Film aussehen sollte. Zeichnungen für einen Film werden als Storyboard bezeichnet. Für den Film »Toy Story 3« wurden insgesamt 92.854 Storyboards gezeichnet, von denen etwa die
Hälfte (45.516) in die Redaktion kamen.

Wenn man sich einig ist, was passieren soll, stellt sich die Frage: Wie soll es aussehen? Dafür wird eine Zeichnung angefertigt, die Concept Art genannt wird. Hier sind die Möbel zu sehen, von wo das Licht kommt (von links durch ein Fenster) und welche Farben die Sachen haben. Auch dieses Bild ist gemalt. Nicht mehr mit dem Zeichenstift, sondern mit Aquarellkreiden. Da diese Bilder sehr aufwändig sind, werden davon nicht so viele angefertigt, sondern für jeden Raum oder jede wichtige Szene jeweils eins.

Danach geht die Arbeit am Computer los. Zunächst geht es ums Layout. Also: Welche Figuren befinden sich wo? Wie groß sind die Figuren? Zum Beispiel ist in dieser Szene der Bär Lotso am größten. Woody links neben ihm ist fast genauso lang, aber sehr viel schmaller. Buzz rechts neben Lotso ist wesentlich kleiner. Der Hintergrund ist in dieser Phase noch nicht so wichtig, deswegen sehen die Regale und der Boden auch etwas farblos aus.

Im vierten Schritt geht es um die Animation. Also: Wie bewegen sich die Figuren? Für jede Figur wird eingegeben, wie sie sich bewegt: Der Teddybär Lotso schlurft ein wenig, während der Cowboy Woody sehr selbstsicher geht. Barbie tippelt mit ganz kleinen Schritten.

Vielleicht ist es euch schon aufgefallen: Auf diesem Bild sind Ken und Barbie wieder da (ganz links), bei den beiden vorhergehenden Bildern waren sie vergessen worden...

Jetzt sind also alle Figuren da, es ist klar, welche Farben sie haben und wie sie sich bewegen, aber dennoch sieht das Bild ein wenig platt aus.

Das ändert sich im letzten Arbeitsschritt, der auch wieder eine englische Bezeichnung hat: Final Clothing Simulation, Shading and Lighting. Bei jeder Figur wird die Bekleidung noch ein wenig verbessert. Lotsos Fell besteht zum Beispiel aus 3.473.271 einzelnen Haaren, die in verschiedenen Schichten unterschiedlicher Länge und Dicke angeordnet sind (weil das Plüschfell im Computer erzeugt wird, kann man ganz genau nachzählen).

Erst jetzt kann man sehen, dass das Licht von links kommt und deswegen haben alle Figuren auch einen leichten Schatten.

Licht und Schatten zu berechnen und ein Fell mit Millionen von Haaren zu kreieren, dauert auch auf sehr leistungsfähigen Computer sehr lange. Deswegen wird das erst ganz am Schluss hinzugefügt.

Aber: Jeder tolle Film beginnt mit einer Zeichnung. Und die ersten Zeichnungen müssen nicht besonders perfekt sein...

Mehr Informationen zu diesem Film gibt es hier: »Toy Story 3«


Eure Meinung dazu:

von KALIFORNIA 11. Juli 2012

Ich finde das einfach Hammer wie die das so machen können und auch so gut malen können
haben die einen Künstler genommen?

von Caitlin 13. Januar 2011

escht cool

von superfire 6. Januar 2011

Echt cool !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

von susi 22. Oktober 2010

ich finde toy stori3 toll

von Christina Fischer 22.8.2010 22. August 2010

Ich find das arg wie man nur so schön zeichnen kann

von Simon 22. August 2010

Wow. Sehr interessante Geschichte. Ich könnte mit gut vorstellen so etwas beruflich zu machen. :-)

von semanur 10. August 2010

coooooooooooool den film hab ich im kino geckukt und ich weiss jetzt wie man ein film dreht und malt

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