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Greta Thunberg fordert Taten statt leere Worte

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Greta Thunberg auf der Bühne bei den Vereinten Nationen. Die Staats- und Regierungschefs hörten ihr zu. (UN Photo by Cia Pak)

24. September 2019

Die Politik unternimmt zu wenig gegen den Klimawandel. Greta Thunberg will das nicht akzeptieren.

Seit Jahrzehnten ist bekannt, dass der Mensch durch Luftverschmutzung das Klima auf der Erde verändert. Es wird immer wärmer, dadurch kommt es zu mehr Hitzeperioden, Dürren und Unwettern. In der Arktis und der Antarktis droht das Eis zu schmelzen. Die Lebensräume von Tieren und Pflanzen sind in Gefahr. Unzählige Arten sind vom Aussterben bedroht.

Doch obwohl das alles schon lange bekannt ist, haben Politiker bisher nur wenig gegen die Luftverschmutzung unternommen. Seit einem Jahr ist deshalb die Schwedin Greta Thunberg im Schulstreik. Statt zur Schule zu gehen, protestiert die heute 16-Jährige gegen die Politiker und fordert mehr Klimaschutz. Millionen Kinder und Jugendliche weltweit unterstützen sie. Die Bewegung „Fridays for Future“ geht wöchentlich auf die Straßen, um Maßnahmen gegen den Klimawandel zu fordern.

Klimatreffen bei den UN in New York

Die Proteste haben sich gelohnt. Das Thema Klimaschutz finden inzwischen auch die meisten Politiker wichtig. Am Montag trafen sich in New York rund 60 Staats- und Regierungschefs um genau darüber zu reden. Der Chef der Vereinten Nationen, António Guterres, hatte sie eingeladen. Die Politiker sollten ihre Pläne für den Kampf gegen den Klimawandel präsentieren. Darunter war auch Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Angela Merkel stellte in New York das Klimapaket der deutschen Regierung vor. Das wurde erst wenige Tage zuvor beschlossen. Dazu gehört zum Beispiel, dass Benzin und Heizöl teurer werden sollen. Deutlich mehr Autos sollen künftig stattdessen mit Strom fahren. Außerdem sollen Bahnfahrten besser und billiger werden. Und es soll mehr Strom mit Windrädern und Solaranlagen produziert werden, statt mit Kohle.

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Angela Merkel stellt bei den Vereinten Nationen in New York das deutsche Klimaschutzpaket vor. (UN Photo by Rick Bajornas)

Greta Thunberg: „Wir werden euch nie vergeben!“

Doch nach Ansicht vieler Experten reichen die deutschen Pläne bei weitem nicht aus. Auch Greta Thunberg ist mit der Arbeit der meisten Politiker unzufrieden. Als sie zu den Regierungschefs in New York sprach, warf sie ihnen vor, zu wenig zu tun. "Wir stehen am Anfang eines Massenaussterbens, und alles, worüber ihr reden könnt, ist Geld und wirtschaftlicher Wachstum", sagte Thunberg.

Die junge Schwedin wurde sogar noch deutlicher: "Wie könnt ihr es wagen zu glauben, dass man das lösen kann, indem man so weitermacht wie vorher? Ihr seid immer noch nicht reif genug zu sagen, wie es wirklich ist. Ihr lasst uns im Stich. Alle kommenden Generationen haben euch im Blick, und wenn ihr euch dazu entscheidet, uns im Stich zu lassen, dann entscheide ich mich zu sagen: Wir werden euch nie vergeben! Wir werden euch das nicht durchgehen lassen!"

Verletzen die Staaten die Kinderrechte?

Gemeinsam mit 15 anderen Jugendlichen legte Greta Thunberg bei den Vereinten Nationen offiziell Beschwerde gegen die Politik der Staaten ein. Sie sehen dadurch die Kinderrechte verletzt. Kinderrechts-Experten entscheiden jetzt, ob die Jugendlichen damit Recht haben. Wenn das so ist, müssen die Politiker zu den Vorwürfen Stellung beziehen. Dem Klima würde das nicht helfen, doch es wäre ein weiterer Erfolg für Greta Thunberg, „Fridays for Future“ und alle jungen Klimaschützer.


Eure Meinung dazu:

von Umwelt SPezalist 5. November

Ich mag Greta nicht sie Über treibt mit den sachen übriegens sie sitzt in den USA fest weil sie nicht Fliegen will