Es dauert nicht mehr lange, dann haben die Schüler an deutschen Schulen Sommerferien. Mindestens sechs Wochen schulfrei, darauf freuen sich die meisten Kinder. Bei vielen Lehrern ist das jedoch ganz anders. Sie haben monatelang ihr Bestes gegeben, um ihren Schülern Mathe, Deutsch oder Englisch beizubringen und doch verlieren tausende von ihnen jeden Sommer ihren Job. Eine echte Gemeinheit!
Von Nordrhein-Westfalen bis Brandenburg, von Bayern bis Niedersachsen, mehr als 5000 Lehrer wurden im Sommer vor einem Jahr zu Beginn der Ferien entlassen. Nach der schulfreien Zeit wurden die meisten von ihnen wieder eingestellt, viele allerdings nicht in ihren alten Schulen. Sie mussten neue Klassen übernehmen und ihre alten Klassen bekamen neue Lehrer. Auch in diesem Sommer wird es wieder ähnlich sein.
Doch warum machen das die Schulen so?
Mit den Entlassungen vor den Sommerferien wollen die Bundesländer Geld sparen. Werden Lehrer arbeitslos, bekommen sie keinen Lohn mehr. Stattdessen müssen sie sich beim Arbeitsamt melden. Dann bekommen sie Arbeitslosengeld oder das so genannte Harz 4. In beiden Fällen ist das aber viel weniger als das normale Lehrergehalt und es müssen auch nicht die Bundesländer dafür aufkommen.
Lehrer, die jedes Schuljahr woanders arbeiten müssen und im Sommer kaum Geld haben. Schüler, die immer andere Lehrer bekommen. Das alles wird offenbar in Kauf genommen, um ein paar Millionen Euro einzusparen. Dabei sollte man bei Kindern und der Bildung doch eigentlich gar nicht sparen. Viele Politiker sehen das anscheinend noch anders.







